Mittwoch, 08. September 2010
Zwei Eifler in Bayern

Wir, Raphael Mertens und Stefan Hurtz, gestalteten unseren Saisonauftakt in diesem Jahr etwas anders als die Jahre zuvor. Noch vor der Tagestour mit dem Verein fuhren wir mit dem Ziel Mittenwald für eine Woche in die Alpen trainieren. Aufgrund mangelnder Streckenkenntnis, hatten wir uns im Voraus für die "Alpenwelt Karwendel Bike Days 2010“ angemeldet, sodass wir die abgesteckten Strecken beim jeweiligen Rennen „nur“ abfahren mussten.


Stefan und Raphael

 

Die Bike Days setzten sich aus 4 aufeinander folgenden Rennen zusammen und starteten am Donnerstag den 13. Mai mit einem Prolog über 40km und 1000Hm. Der markanteste Unterschied zu den Bergen in der heimischen Eifel war, dass die Berge in Bayern länger und steiler waren, was uns alles abverlangte.

Am Freitag starteten wir um 17 Uhr beim 4-Std-Rennen in Krün, einer Nachbargemeinde von Mittenwald, und fuhren so in die Nacht hinein. Über die Distanz von 4 Stunden bewältigten wir die den Rundkurs von 4km 27 mal und legten so 108km und 675Hm zurück. Das Rezept zum Erfolg bei diesem Rennen war das Windschattenfahren, welches wir vorbildlich praktizierten, was auch vom Stadionsprecher anerkannt wurde.

Samstags stand eine völlig neue Disziplin auf dem Plan: Bike-Biathlon in Wallgau, dem Heimatort der 2-fachen Olympiasiegerin Magdalena Neuner. Bei dieser Art des Einzelzeitfahrens galt es eine Strecke von 25 km verbunden mit einer Liegend-Schießeinlage auf 5 Scheiben zu absolvieren. Für jeden Fehlschuss wurde eine Strafminute auf die Fahrzeit addiert. Die hohe Anzahl der Fehlschüsse (Stefan Hurtz 5 und Raphael Mertens 4) warfen uns im Gesamtklassement weit zurück, trotzdem war es eine neue spaßige Erfahrung.

Zum Abschluss unseres Urlaubs stand ein Marathon über 50 km an, der wegen der widrigen Wetterverhältnisse auf 29km gekürzt wurde. Aber selbst diese 29km brachten uns wiedermal an unsere Leistungsgrenze, da die Veranstalter keine „Sauerei“ ausließen und uns Berge hinauf schickten, die ihres Gleichen suchen.

Zum Wetter bleibt zu sagen: Es war konstant, konstant schlecht! Dauerregen bei max. 8°c und beim abschließenden Marathon am Sonntag Schneefall ab 1000m mit den dazu eisigen Temperaturen.

Auch wenn die Motivation  unter dem bescheidenen Wetter ab und zu litt, brachen wir doch jeden Morgen gestärkt vom ausgiebigen Frühstücksbuffet und der netten, zuvorkommen Bewirtung in unserer „Pension Schwalbennestl“ zu jedem Rennen auf und beendeten dieses auch einiger Maßen erfolgreich.

Getreu dem Motto: „Man muss et nemme wie et kütt“. So erreichte Raphael Mertens in diesem 4-Etappenrennen über insgesamt 203km und 2675Hm in seiner Altersklasse U23 den 2. und Stefan Hurtz den 3.Platz. 


Servus!   Raphael Mertens und Stefan Hurtz